Baumreport: So steht es um Ottakrings Bäume
Bäume sind die Klimaanlagen unserer Stadt: Sie spenden Schatten, kühlen überhitzte Gassen und filtern die Luft. Doch während die Hitzesommer in Ottakring immer intensiver werden, gerät unser Baumbestand massiv unter Druck. Der neue Baumreport Ottakring 2026 zeigt schwarz auf weiß: Unser Bezirk verliert seine Bäume derzeit im „Blindflug“.
Trotz der Klimakrise fehlt es in Ottakring an einer nachhaltigen Strategie. Allein in den Jahren 2024 und 2025 wurden 471 Baumfällungen genehmigt. Dem stehen oft zu wenige Neu- und Nachpflanzungen gegenüber, was langfristig zu einem schrumpfenden Bestand führt.
Mangelnde Transparenz
Zwar werden bei Fällungen auch Ersatzpflanzungen (insbesondere auf Privatgrund) rechtlich vorgeschrieben, doch es gibt keinerlei Daten oder Kontrollen darüber, ob diese tatsächlich jemals gepflanzt werden. Wer nicht einen Ersatz pflanzt, muss eine Ausgleichszahlung leisten. In den letzten zwei Jahren wurden rund 240.000 Euro an Ausgleichszahlungen für Baumfällungen eingehoben. Doch wo genau dieses Geld hinfließt, bleibt auch derzeit völlig unklar.
Hitzehotspots ohne Schutz
Wir haben uns die Hitzehotspots im Bezirk nochmal genau angesehen und haben festgestellt: Gerade in den am stärksten von Überhitzung betroffenen Gebieten – wie rund um die Herbststraße oder den Gürtel – fehlen Bäume am dringendsten.
Wir Grüne Ottakring geben uns mit diesem Status Quo nicht zufrieden. Wir fordern eine Kehrtwende im Baummanagement: Ein systematisches Monitoring der Ersatzpflanzungen, volle Transparenz bei den Finanzen und mindestens 250 Neupflanzungen pro Jahr, um den Bezirk klimafit zu machen.
Lies jetzt alle Details, Analysen und die räumliche Auswertung der Ottakringer „Hitze-Inseln“ in unserem vollständigen Baumreport.