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am 17. März

ZeugInnen der Zeit

Webredaktion der Grünen Ottakring - Jahresbericht 2016

„ZeugInnen der Zeit“ besteht seit 2012 als Ottakringer Diversitätsprojekt. Es wird von der rot-grünen Bezirksregierung in Ottakring unterstützt und gefördert. Seit seiner Gründung haben wir das Projekt auf die Bedürfnisse unserer Zielgruppen, der SchülerInnen und LehrerInnen interessierter Mittelschulen, abgestimmt und phasenweise adaptiert. Angesichts der migrationsbedingten gesellschaftlichen Veränderungen bleiben unsere Ziele hochaktuell, nämlich die Migrationsgeschichte Österreichs den jüngeren Generationen näherzubringen und sie dadurch auf ihre eigene Familiengeschichte aufmerksam zu machen. So kommt der Vielfalt an Geschichten, Erfahrungen und Sprachen, die den Schulalltag prägt, die Aufmerksamkeit zu, die sie aus unserer Sicht verdient.

Österreich ist eine Einwanderungsgesellschaft und kann darauf stolz sein. „ZeugInnen der Zeit“ setzt thematisch vor etwa 50 Jahren an, als türkische, dann jugoslawische Arbeitskräfte per bilateraler Abkommen angeworben wurden und wider der Erwartungen der damaligen Entscheidungsträger in Österreich eine neue Heimat fanden oder finden mussten. Wir können uns glücklich schätzen, dass wir ZeitzeugInnen über diese für Österreich so entscheidende Phase direkt befragen können. Und genau diese wertvolle Gelegenheit ergreift „ZeugInnen der Zeit“ und füllt die Lücke, die nach wie vor unsere Schulbücher prägt! 2016 machten wir Geschichte für über 130 Kinder und Jugendliche greifbar und lebendig, unterstützt durch zwei ZeitzeugInnen, die insgesamt acht Klassen an drei Ottakringer Mittelschulen besuchten.

„ZeugInnen der Zeit“ verdankt seinen Erfolg auch 2016 wieder der verlässlichen und engagierten Mitwirkung aller Beteiligten. Ohne „unsere“ ZeitzeugInnen wäre das Projekt erst gar nicht zustandegekommen. Sie erzählten unermüdlich von ihrem Leben, beantworteten Fragen, setzten ein wichtiges Beispiel dafür, dass jede Geschichte viele Zusammenhänge birgt, die es zu erkennen gilt. Unsere Moderatorinnen gaben den ZeitzeugInnen-Gesprächen Struktur und pädagogische Elemente, die die Aufmerksamkeit förderten. Sie sorgten dafür, dass komplexe Themen altersgerecht und abwechslungsreich vermittelt wurden. Das Team der youngCaritas zeigte wieder auf interaktive Weise, wie Vorurteile entstehen können. Unsere Theaterpädagoginnen weckten Neugierde und Kreativität mithilfe von Methoden, die SchülerInnen in ungewohnte Rollen schlüpfen ließen.

An dieser Stelle bedanken wir uns nicht zuletzt bei den DirektorInnen und LehrerInnen, die uns die Türen öffneten, weil sie die Wichtigkeit von „ZeugInnen der Zeit“ erkannten und ihren SchülerInnen die Möglichkeit einer gelebten Geschichts- und direkten Selbsterfahrung gaben.

Wir hoffen, dass das Projekt „ZeugInnen der Zeit“ 2016 wieder einen Beitrag zu einem besseren Miteinander trotz der Differenzen, aber vielleicht auch wegen der vorherrschenden Diversität an Ottakringer Schulen leisten konnte.



Wir freuen uns immer über neue ZeugInnen, die selbst GastarbeiterInnen waren und in Schulen über ihre Erfahrungen sprechen wollen. Bei Interesse kontaktieren Sie uns per e-Mail an zeuginnenderzeit@gmail.com oder über unsere facebook-Seite auf www.facebook.com/ZeuginnenDerZeit
Der Jahresbericht 2016 ist hier als PDF abrufbar