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am 9. Jänner

Neue Flächenwidmung OWS

Barbara Obermaier - Am 9.1.2020 startet die Öffentliche Auflage des neuen Flächenwidmungsplans am Otto-Wagner-Areal!

Grüner Erfolg: 
Die Flächenwidmung für das Otto-Wagner-Areal im Sinne der Bürger*innen und der Natur umgesetzt!

Im letzten Jahr hatten sich die Penzinger und Ottakringer Grünen gemeinsam mit den Bürger*innen bei der Stadt mit folgenden Forderungen massiv für den Erhalt der wertvollen Grünraumflächen des Otto Wagner Areals eingesetzt:

  • Sofortige Rückwidmung aller Grünbereiche in der Gesamtanlage, wie vom Expert*innengremium empfohlen

  • Nur jene im Rahmen der Entwicklungsplanung eruierten Bauplätze sollten als Baulandreserven ihre Baulandwidmung behalten.

  • Keine weiteren Baugenehmigungen für den Wirtschaftsbereich im Osten, neben den beiden bereits genehmigten Bauten hinaus

  • Evaluierung der aktuellen Umweltsituation (Arten- und Biotopschutz, Bedeutung für Stadtklima und Grünraums etc.) und Erarbeitung eines ökologischen Pflege- und Entwicklungskonzeptes für dieses Areal unter Einbeziehung der bestehenden Planungen.

Nun wurde am 09.01.2020 der neue Flächenwidmungsplan in die öffentliche Auflage gegeben!

Die neue Flächenwidmung beinhaltet dabei folgende Grundsätze:

  • Eine Bebauung zwischen den Pavillons wird nicht mehr möglich sein. Dadurch bleiben alle Grünflächen im Hauptteil und im westlichen Sanatoriumsbereich unangetastet.

  • An den Gebäuden selbst werden nur minimale Veränderungen erlaubt – wie etwa für einen barrierefreien Zugang. Alle Änderungen müssen in enger Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt erfolgen.

  • Die Grünflächen zwischen Sanatoriumsbereich und Hauptareal bzw. Ostareal bleiben bestehen und werden von Bauland in Grünland umgewidmet. Auch die zentrale Sichtachse Pathologie – Kirche wird freigehalten. Eine Verbauung ist damit ausgeschlossen.

Dies ist in der aktuellen OTS Mitteilung unserer Vizebürgermeisterin Birgit Hebein nachzulesen:

https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200109_OTS0011/hebein-neue-flaechenwidmung-sichert-otto-wagner-areal-ab

Wir Ottakringer Grünen freuen uns, dass hier ein Durchbruch stattgefunden hat, fordern jedoch, dass im Zusammenhang mit der Entwicklung des Areals ein ökologisch ausgerichtetes Parkpflegewerk für das Gelände des Otto Wagner Areals​ erstellt wird.

Zur Erläuterung:

Es soll, analog der Empfehlung des Expert*innengremiums, ein Parkpflegewerk im Zusammenhang und in Abstimmung mit dem Hauptareal des OWS erstellt werden. Hier sind u.a. allgemeine Grundsätze zum Umgang mit dem Terrain, den Wegen und Bäumen genauso enthalten, wie Grundsätze zur Mauer als Einfriedung und wesentlichem Merkmal des Ortes.

Ein Parkpflegewerk ist ein Instrument der Gartendenkmalpflege. Es gründet auf einer Analyse und Dokumentation historischer Gärten, Parks, Plätze und Grünanlagen und fasst die Maßnahmen zu ihrer Pflege, Erhaltung und Restaurierung in einer Planung zusammen. Zweck eines Parkpflegewerks ist es dabei, auf der Grundlage dieser Informationen unter allen Beteiligten ein verbindliches Programm für die Pflege, Unterhaltung oder Umgestaltung einer Gartenanlage zu erzielen, das ihren Denkmalwert nachhaltig sichert.

Der Wienerwald ist durch Naturwaldreservate, Natura 2000, Naturschutzgesetzund Landschaftsschutzgesetzgeschützt und seit 2005 ein von der UNESCO anerkanntes Biosphärenreservat. Das Steinhof – Gelände sowie das anschließende Otto Wagner Areal sind in direktem naturräumlichen Zusammenhang mit diesen wertvollen Flächen zu sehen. 

Für die Grünen Ottakring ist die Erstellung eines stark ökologisch ausgerichteten Parkpflegewerks ein essentielles Anliegen.

Damit die Ziele der Denkmalpflege und des Naturschutzes sich nicht konkurrierend in verschiedenen Fachplanungen gegenüberstehen, werden für die historische Parkanlage des OWS mit naturschutzfachlicher Bedeutung, Ziele beider Fachdisziplinen in gemeinsam abgestimmten Planwerken integriert.

Dies bedeutet, dass neben den oben genannten Standardinstrumenten gleichwertig folgende Elemente das geplante Parkpflegewerk ergänzen:

  • Aufarbeitung und ggf. Erfassung des vorhandenen Wissenszu naturschutzfachlich bedeutsamen Strukturen, Arten und Lebensgemeinschaften

  • Erarbeitung eines landschaftsökologischen Entwicklungs- und Planungskonzeptes und Integration der denkmalpflegerischen Ziele für das Gelände des Otto Wagner Areals sowie Abwägung und behördeninterne Abstimmung dieser Ziele mit konkreten Maßnahmenvorschlägen

  • Implementierung von konkreten landschaftsökologischen Maßnahmen in die künftigen Planungen