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am 2. Dezember 2019

Radoffensive

Barbara Obermaier - Positive Signale im Kampf für mehr Radverkehr in Ottakring

Österreichs Klimastrategie sieht vor, den Anteil des Radverkehrs an allen Wegen bis zum Jahr 2025 auf 13 Prozent zu verdoppeln. Radfahren leistet einen wesentlichen Beitrag zu einem klimaverträglicheren Verkehrssystem und eine Verdoppelung des Radverkehrs ist erreichbar.

40 Prozent der privaten Autofahrten in Österreich sind kürzer als fünf Kilometer. Jede fünfte Autofahrt ist sogar kürzer als zweieinhalb Kilometer.

In Wien und in Ottakring ist daher dem Radverkehr mehr Platz einzuräumen. Derzeit wird auf vielen Straßen in Ottakring, den parkenden Autos mehr Platz gegeben als den Bürgerinnen und Bürgern, die Rad fahren. 

Hier fügt sich der überraschende Vorschlag der ÖVP Ottakring, die Parkkapazitäten für Fahrräder an der Endstation der U3 in Ottakring zu erhöhen, recht nahtlos in die langjährige Strategie der GRÜNEN Ottakring ein. Dieser Vorstoß ist absolut zu begrüßen und deutet ein Umdenken in der bislang klassisch autofreundlichen Verkehrspolitik der ÖVP an.

Besonders die Situation an der U-Bahnstation Kendlerstraße und der Endstation U3 in Ottakring verlangt die Realisierung bereits gestellter Forderungen der Grünen (aktuell Fahrradsammelschließanlage bei der U-Bahnstation Kendlerstraße) sowie diskutierter Ideen, wie die Parkplätze unter der Unterführung Hasnerstraße für weitere Fahrrad - Abstellplätzezu ersetzen und im Umfeld der Endstation noch weiter zu ergänzen.

Die Situation in unserem Bezirk stellt sich im Verhältnis zu anderen Bezirken als noch sehr ausbauerforderlich dar:

Laut Radlobby wurde nur sieben Radprojekte unserem Bezirk im Zeitraum 2003 -2019 realisiert werden.

Bislang konnten wir dank unserer engagierten GRÜNEN Bezirksrätin Therese Fuchs und einer sehr engagierten Fahrradlobbygruppe (RiO - Radfahren in Ottakring) trotz starker Widerstände, die insbesondere Parkraumvernichtung argumentiert haben, einiges realisieren:

  • fahrradfreundliche Hasnerstraße
  • Über 60 Fahrradabstellbügel
  • Radstreifen Ottakringer Straße
  • Überfahrten bei den Straßenbahnhaltestellen
  • Mehrzweckstreifen Wattgasse
  • Diverse Radfahren gegen die Einbahn
  • u.v.m

Wir wollen die Chance nützen, gemeinsam mit den anderen Parteien, unsere langjährigen grünen Forderungen zur Förderung des Radverkehrs in Ottakring zu konkretisieren und zeitnah umzusetzen:

  • ein durchgehendes, feinmaschiges Radverkehrsnetz
  • sichere Kreuzungen
  • Schaffung von Fahrradstraßen 
  • Begegnungszonen
  • Flächendeckendes Öffnen von Straßen für den Radverkehr (RgE)
  • Tempo 30 km/h flächendeckend
  • Lückenschuß im Hautradnetz
  • ​u.v.m.

Wir müssen daher Einzelinitiativen aller Parteien und interessierten Bürger*innen in einer GRÜNEN Radfahrvision Ottakring 2025 zusammenfassen und schrittweise realisieren. Die aktuellen Signale seitens der ÖVP und SPÖ lassen uns hier hoffen.


​Anzahl* der Projekte im städtischen Bauprogramm pro Bezirk, Stand 14.5.2019  
Quelle: Radlobby 2019​