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am 11. Juli 2017

Fuchs, Dachs, Marder & Co.

Webredaktion der Grünen Ottakring - Wildtiere die um uns leben - wie schaut es mit deren Schutz aus?

Immer wieder taucht das Thema auf "Wie können wir Fuchs, Dachs und Marder​ schützen?" Viele BürgerInnen sind um das Wohlergehen der Wildtiere gerade im urbanen und stark befahrenen Raum besorgt. Einerseits ist diese Sorge berechtigt, denn geraten die Tiere auf die Straße, droht ihnen vom Autoverkehr Gefahr.

Oft erschliessen sich vor allem Füchse Bahndämme und deren Umgebung als Lebensraum, auch wenn dieser natürlich nicht ungestört ist, da neben dem Zugverkehr auch regelmässig gemäht und andere Instandhaltungsarbeiten gemacht werden müssen. Gerade jetzt im Sommer besteht ohne Pflege sonst bei ausgetrockneten Pflanzen auch Brandgefahr. Dachse nehmen sich mit Vorliebe Gärten, da sie sich dort eingraben können.

Aufgrund verschiedener 'Störungen' wie eben das Abmähen oder auch aufgrund von Bautätigkeiten kommt es immer wieder dazu, dass sich Wildtierfamilien ein neues Zuhause suchen, was AnrainerInnen manchmal beunruhigt, da die Tiere ja augenscheinlich aus ihrem bisherigen Lebensraum vertrieben werden. Jedoch sind gerade Füchse sehr anspruchsarm und anpassungsfähig, was ihr Habitat betrifft. Neben Parks, Grünflächen, Gärten und Wald bieten auch Friedhöfe, wie zum Beispiel der Ottakringer und der Hernalser Friedhof, Tieren im urbanen Raum Wohnmöglichkeiten​.

Gesetzlich ist es leider so, dass der Fuchs -im Gegensatz zum Dachs- als nicht geschütztes Wildtier gilt. Sein Bestand wird normalerweise von Jägern und Förstern dezimiert, was in der Stadt nicht der Fall ist. An dem von Menschen bewohnten Raum sind neben diversen Unterschlüpfen auch die fressbaren Reste im Abfall attraktiv. Wenn irgendwo ein akutes Problem auftritt, sollte die MA22 verständigt werden, die für die Umwelt zuständig ist, denn die Mitarbeiter kennen sich aus und können am ehesten helfen.​

Wir setzten uns für Grünräume für Mensch und Tier im Bezirk ein, zum Verweilen, zum Verschnaufen, zum Erholen. Für Wildtiere, ob geschützt oder nicht, gibt es ebenso Raum, wenn sie dort auch nicht immer ungestört sind, z.B. aufgrund von Wartungs- und Bautätigkeiten. Wichtig ist, dass Grünflächen offen bleiben und gefördert werden.


  • ​Mehr Information zu Naturschutz und Grünraum findest du bei der MA22​, die auch über den Lebensraum einzelner Tierarten, wie z.B. Fuchs​ oder Dachs​, informiert, sowie darüber, welche Arten geschützt​ sind. 
  • Wenn du ein Wildtier in einer Notlage entdeckst, aus der es sich selbst nicht mehr befreien kann (z.B. wenn ein Tier in einen Schacht gestürzt ist), melde es bitte der Feuerwehr (Telefonnummer 122) oder der Polizei (Telefonnummer 133).​ Danke!